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1) Suche nach Objekten
Die Suche nach den Objekten
kann erfolgen:
- durch "freie" Absuche von Geländeabschnitten, vor allem unter Wald.
- durch Suche nach Objekten, die in schriftlichen oder mündlichen
Quellen erwähnt sind.
Anlaß kann irgendeine kleine Bodenerhebung
sein, die einem als Spaziergänger im Wald auffällt, Stichworte
wie: Kriege, Ortsgeschichte, alte Wege und Straßen aus
frühren Zeiten können das Interesse an dem "Entdeckten" wecken . Ein Stück eines alten Gefäßes kann Fragen aufwerfen und dann der
Grund sein, sich intensiver mit der Geschichte seiner Heimat zu
befassen. Es gilt auch den Unterschied zu erkennen von geologischen und "künstlichen"
Veränderungen in der Landschaft . Hierbei spielen Lichteinfall, die
Witterung und eine gewisse Seherfahrung eine Rolle. Im Herbst oder
Frühjahr sind Bodenveränderungen am leichesteten auszumachen. Oft ist die Altersbestimmung schwierig,
erst im Zusammenhang mit anderen historischen "Spuren" ist ein Objekt
eindeutig zu bestimmen. Solch ein Spaziergang wird dann
oft auch eine spannende Wanderung durch Raum und Zeit.
Schriftlichen oder mündlichen Quellen
können für den Heimatkundler oft der Anlaß sein sich auf den Weg
zumachen um ein Objekt vor Ort aufzuspüren. Hilfreich ist es zum Beispiel
den Förster
zu befragen oder auch ältere Dorfbewohner. Auch alte Wegesysteme, historische Straßen
auf alten
Karten zu untersuchen, dabei auf Waldgrenzen, Viehtriften ("in der Trift"),
Ortsnamen oder Flurnamen zu achten.

2) Aufnahme von Objekten
Zur Erfassung eines
Objektes "vor Ort" gehört eine Topographische Karte noch besser ein
vergößerte Fotokopie des betreffendes Ausschnittes, eigene Markierungen
und Bemerkungen sind hier die wichtigste Grundlage für die spätere
Kartierung. Ein Fotoapparat und auch ein Kompass kann hilfreich sein. Eine Sammlung von Objekten aus einer Region oder Gemarkung kann dann
für den jeweiligen Heimatkundler auch ein wichtiger Bestandteil einer Ortsgeschichte oder
Ortschronik oder auch die Grundlage für die Erstellung eines Historischen
Rundwanderweges sein.
Hinweis: Auf ältern Ausgaben einer Topographischen Karte sind oft noch
Eintragungen die nützlich und hilfreich sein können. Neuerscheinungen werden
in der Regel überarbeitet und von "unnötig" gewordenen
Karteneintragungen befreit, die jedoch für uns sehr nützlich sein können.
3) Die Kartierung von Objekten
Ist
ein Objekt wie oben beschrieben festgestellt, wird es auf einer Karteikarte von
Ihnen erfasst. Das Erfassen von Bodenmerkmalen unterscheidet sich etwas
von der Kartierung historischer Grenzsteine, es sind andere Angaben
erforderlich. Es haben sich deshalb zwei verschieden Karteikarten
bewährt.
Ein Muster einer
ausgefüllten Karteikarte für das Erfassen von Bodenmerkmalen können Sie sich
hier ansehen. Die grau hinterlegten Felder werden von
einem GfH- Mitarbeiter ausgefüllt. Sie können sich hier auch eine Karteikarte für das Erfassen von Bodenmerkmalen laden
und ausdrucken Im Heft der
"Westerwald" 2/94 finden Sie auf Seite 81 bzw. S. 101 ebenfalls einen
Abdruck, den Sie sich fotokopieren können. Karteikarten bekommen Sie auch beim
Landschaftsmuseum Hachenburg.
Weitere wichtige Bestandteile der Kartierung sind
Anlagen wie: Kartenausschnitt oder Skizze, Foto, Beschreibung, und gegebenenfalls Hinweise auf
einschlägige Archivalien bzw. Literatur. Sollten Scherbenstücke gefunden
werden so ist eine Zeichnung mitunter geeigneter als ein Foto.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die GfH.
Sie finden
auf der
unter "Kontakte" den jeweiligen Ansprechpartner !
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