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„Warum Westerwälder Kölsch reden!“
Jahresmitarbeiterversammlung der Gesellschaft für Heimatkunde (GfH)
beim Zweigverein Buchholz

Die diesjährige Mitarbeiterversammlung der GfH fand in Kölsch-Büllesbach einem Ortsteil der Gemeinde Buchholz im Landkreis Neuwied an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen statt. Damit folgte die GfH ein weiteres Mal ihrer Absicht, ihre heimatkundlichen Ziele kreis- und länderübergreifend zu verfolgen. Die Wahl fiel auf Buchholz, da der dortige
Zweigverein(ZV) nach Auffassung der GfH starke heimatkundliche Aktivitäten entwickelt, mit dieser vorbildlich zusammenarbeitet und in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiert. Der ZV Buchholz engagierte sich in dankenswerter Weise bei der technischen Vorbereitung der Veranstaltung, bei der Herrichtung des Versammlungsraumes im Bürgerhaus und bei der Betreuung
der Tagungsmitglieder. Auch die Ortgemeinde unterstützte das Vorhaben nach Kräften.
Rund 100 Mitarbeiter und Gäste folgten der teils persönlichen, teils auch in der örtlichen Presse bekanntgemachten Einladung. Sprecher Jürgen Reusch begrüßte die Teilnehmer und stellte kurz Struktur und Aufgabenstellung der GfH vor. Die Bürgermeisterin von Buchholz, Margret Wallau, hieß die Versammlung in einem kurzen Grußwort willkommen und zeigte sich zufrieden, dass diese in ihrer Gemeinde stattfand. Sie zeigte ihr großes Interesse an der Heimatgeschichte. Der Vorsitzende des
ZV, Werner Fuhr, begrüßte die Teilnehmer und gab eine kurze Schilderung der Vereinsaktivitäten mit dem Hinweis auf das Jubiläum im Herbst des Jahres. Die Grüße des Hauptvorstandes übermittelte der Fachgebietsleiter Kultur, Dr. Manfrit
Ehrenwerth, der u.a. auch die Bedeutung des von ihm geleiteten Landschaftsmuseums Westerwald in Hachenburg für die Heimatkunde herausstellte.
 
Schwerpunkte des Treffens waren die Vorträge. Zunächst beantwortete Dr.Dr.Ulf Lind aus Neustadt / Wied die im Titel gestellte Frage, wobei er sich in einem sehr anspruchsvollen, mit Grafiken und Karten unterstützten Vortrag überwiegend auf die sprachlichen Wurzeln bezog. Er versäumte jedoch nicht, sowohl benachbarte Dialekte wie auch den historischen Kontextes in seine Betrachtungen einzubeziehen. Der zweite Vortragende, Werner Büllesbach aus Witten/ Ruhr, stellte der Versammlung die archäologischen Funde aus der Region in Wort und Bild vor. Diese bezogen sich sowohl auf Funde aus der Vorzeit wie auch auf Spuren keltische Befestigungen und auch aus den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges.
Jürgen Reusch dankte zunächst den beiden Vortragenden. Seine Dankbarkeit für die Unterstützung des Vorhabens brachte er auch der Gemeinde Buchholz und besonders dem Zweigverein Buchholz des Westerwald-Vereins gegenüber zum Ausdruck. Wegen der krankheitsbedingten Abwesenheit der übrigen Sprecher und der Mehrzahl der Arbeitskreisleiter wurde auf eine Vorstellung der im vergangenen Jahr geleisteten und für diese Jahr geplanten Arbeit der GfH verzichtet. Zu erwähnen ist noch, dass die Rhein-Zeitung Neuwied und der Bonner Generalanzeiger über das Treffen berichteten.
(Text: Jürgen Reusch, Fotos: Jutta Reusch)
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